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Augenlasern

Wer ständig nach Brille oder Kontaktlinsen greift, kennt den Wunsch nach einer dauerhaften Lösung. Die Augenlaserbehandlung macht genau das möglich: Mit modernen Verfahren wie LASIK, LASEK oder PRK lässt sich eine Fehlsichtigkeit in vielen Fällen dauerhaft korrigieren – ohne Sehhilfe, ohne täglichen Aufwand. Doch die Entscheidung für einen Eingriff am Auge verdient sorgfältige Vorbereitung. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen kompakt zusammengefasst.

Die wichtigsten Verfahren im Überblick

LASIK – der Klassiker

Die LASIK (Laser-In-Situ-Keratomileusis) ist das weltweit am häufigsten durchgeführte Augenlaserverfahren. Dabei wird zunächst ein dünner Hornhautdeckel (Flap) aufgeklappt, anschließend formt ein Excimer-Laser das darunterliegende Hornhautgewebe um, und der Deckel wird wieder zurückgeklappt. Die Heilung verläuft schnell – viele Patienten sehen bereits am nächsten Tag deutlich besser. Geeignet ist LASIK vor allem bei Kurzsichtigkeit bis etwa −10 Dioptrien, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung.

Die modernere Variante, die Femto-LASIK, nutzt statt eines mechanischen Messers einen Femtosekundenlaser zur Flap-Erstellung. Das Verfahren gilt als präziser und wird heute bevorzugt eingesetzt.

LASEK und PRK – flap-freie Alternativen

Bei LASEK (Laser-Epithelial-Keratomileusis) und PRK (Photorefraktive Keratektomie) entfällt der Hornhautdeckel vollständig. Das Epithel – die oberste Hornhautschicht – wird entweder beiseitegeschoben (LASEK) oder entfernt (PRK), bevor der Laser die Hornhaut umformt. Die Heilungsphase dauert länger und ist etwas beschwerlicher als bei der LASIK, doch für Patienten mit dünnerer Hornhaut oder bestimmten Berufsanforderungen (z. B. Kampfsport) sind diese Methoden die sicherere Wahl.

ReLEx SMILE – die neueste Generation

SMILE (Small Incision Lenticule Extraction) ist ein minimalinvasives Verfahren ohne Flap: Ein Femtosekundenlaser schneidet innerhalb der Hornhaut eine Linse (Lentikel) aus, die durch einen kleinen Schnitt entnommen wird. Weniger Trockenes-Auge-Risiko, keine offene Hornhautfläche – die Methode gewinnt zunehmend an Beliebtheit.


Typische Kosten in Deutschland

Die Behandlungskosten variieren je nach Methode, Klinik und individuellem Befund erheblich. Als Orientierung:

Verfahren Kosten pro Auge (ca.)
LASIK / Femto-LASIK 800 € – 1.800 €
LASEK / PRK 900 € – 1.600 €
ReLEx SMILE 1.200 € – 2.200 €

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, da es sich um eine Wahlleistung handelt. Private Krankenversicherungen erstatten teilweise oder vollständig – prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen im Vorfeld. Viele Kliniken bieten zinsgünstige Ratenzahlungen an.


Bin ich geeignet für eine Augenlaserbehandlung?

Nicht jeder ist ein geeigneter Kandidat. Typische Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18–21 Jahre (stabile Fehlsichtigkeit seit mindestens 1–2 Jahren)
  • Hornhautdicke ausreichend für das gewählte Verfahren
  • Fehlsichtigkeitswerte innerhalb des behandelbaren Bereichs (je nach Methode)
  • Keine aktiven Augenerkrankungen (z. B. Keratokonus, Glaukom, starkes Trockenes Auge)
  • Keine schwangerschaftsbedingten Sehveränderungen

Eine ausführliche Voruntersuchung durch einen Facharzt ist unbedingt erforderlich und seriöse Kliniken bestehen darauf.


Risiken und mögliche Nebenwirkungen

Die Augenlaserbehandlung gilt als sehr sicher, ist aber ein operativer Eingriff. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:

  • Vorübergehende Blendempfindlichkeit und Halos bei Nacht
  • Trockene Augen in den ersten Wochen bis Monaten
  • Selten: Über- oder Unterkorrektur (ggf. Nachbehandlung nötig)
  • In sehr seltenen Fällen: Hornhautveränderungen (Ektasie)

Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) – ein Zusammenschluss von Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte – veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Empfehlungen zu refraktiven Operationsverfahren, die als Qualitätsstandard in Deutschland gelten.


So wählen Sie die richtige Klinik

Ein günstiger Preis allein ist kein gutes Auswahlkriterium, wenn es um Ihre Augen geht. Achten Sie auf:

  1. Umfassende Voruntersuchung – inklusive Hornhauttopographie, Pupillenmessung und Refraktionskontrolle
  2. Zertifizierung der Geräte – aktuelle Laser-Systeme (z. B. Alcon WaveLight, Zeiss MEL 90)
  3. Transparente Preisgestaltik – alle Leistungen sollten im Angebotspreis enthalten sein (Voruntersuchung, OP, Nachsorge)
  4. Erfahrener Facharzt – kein Wechsel zwischen Ärzten bei Erst- und Kontrolluntersuchung
  5. Nachsorgeprogramm – mindestens 3–6 Monate Begleitung nach dem Eingriff

Nutzen Sie unser regionales Klinikverzeichnis, um Anbieter in Ihrer Nähe zu finden und Kosten direkt zu vergleichen – ohne Umwege.